Range Anxiety? Mein Umstieg auf den Kia PV5 und die erste Langstrecke

Dieses Jahr war es so weit: Mein Leasing lief aus und ich stand vor der großen Frage, welches Auto als Nächstes kommen soll. Eines war klar – ich brauchte Platz. Platz für mein Kamera-Equipment bei Jobs, Platz für die Familie mit zwei Kindern, den Kinderwagen und natürlich den Hund.

Die Wahl fiel auf den Kia PV5, mein allererstes Elektrofahrzeug. Nach vier Monaten und dem ersten großen Roadtrip nach Deutschland ist es Zeit für ein ehrliches Fazit.

Warum eigentlich ein Elektroauto?

Ehrlich gesagt war mein größtes Bedenken die klassische „Range Anxiety“ – die Angst, irgendwo mit leerem Akku liegen zu bleiben. Man hört so viel Negatives über die Reichweite von E-Autos. Doch blickt man auf die Fakten, sieht die Welt anders aus:

  • Reale Reichweite: Der PV5 hat eine 71,2 kWh Batterie. Offiziell sind es bis zu 412 km, im echten Leben pendelt es sich bei mir zwischen 300 und 400 km ein. Für 90 % meiner täglichen Wege (meistens 10 bis 50 km) ist das mehr als genug.
  • Eigener Treibstoff: Das schlagendste Argument war für mich die eigene Energieerzeugung. Die Vorstellung, den Strom für das Auto einfach selbst über die PV-Anlage auf dem Dach zu produzieren, ist für mich immer noch ein kleiner „Mind-blow“. Es ist schlicht der günstigste Weg, von A nach B zu kommen.

Platzwunder und Fahrkomfort

Der PV5 ist ein echtes Raumwunder. Was mich besonders begeistert:

  • Viel Platz im Fond: Meine Frau kann hinten bequem zwischen den beiden Kindersitzen sitzen, ohne dass es eng wird. Es gibt massiv Beinfreiheit.
  • Komfort & Stil: Die Sitze aus veganem Leder sind super bequem und das riesige Infotainment-Display macht die Bedienung einfach.
  • Ruhe: Im Vergleich zu einem klassischen Diesel-Bus ist der PV5 extrem leise. Man hört eigentlich nur den Wind, was das Reisen viel entspannter macht.

Der Härtetest: Von Österreich nach Deutschland

Ich wollte wissen, was der Wagen kann, und bin die Strecke nach Deutschland ohne Zwischenladestopp gefahren. Ich bin mit 100 % gestartet und mit 13 % Restakku angekommen.

Die „Reichweitenangst“ hat sich dabei schnell in Luft aufgelöst. Alle 10 bis 15 km findet man mittlerweile Ladestationen. Man muss seinen Fahrstil vielleicht ein wenig anpassen, aber es fühlt sich eher wie ein Upgrade als wie ein Verzicht an.

Mein Fazit nach 4 Monaten

Der Umstieg von Diesel/Benzin auf Elektro war für mich im Nachhinein ein No-Brainer. Die Kombination aus niedrigen Wartungskosten, dem lautlosen Fahren und der Unabhängigkeit durch die eigene PV-Anlage passt perfekt in meine aktuelle Lebensphase. Der PV5 sieht futuristisch aus, bietet den Platz, den ich als Videograf und Vater brauche, und macht einfach Spaß zu fahren.

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